Das Kastell Hainhaus war auch in nachrömischer Zeit bekannt und wurde als "Geisterburg" bezeichnet. Im 18. Jahrhundert errichteten die Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenheim inmitten des einstigen Kastellgeländes ein Jagdschloss. So vermengen sich noch heute die Spuren aus der Römer- und der Neuzeit. Etwa 150 römische Legionäre waren im Kastell Hainhaus untergebracht. Während der Ausgrabungen in den 1895-er Jahren traten zahlreiche Fundstücke aus der Römerzeit wie Wandziegel, Bodenplatten und Alltagsgegenstände zutage. Sie können in Michelstadt im Odenwald-Museum besichtigt werden. Zum Kastell gehörte auch eine Therme, die heute aber kaum noch auffindbar ist.
Am Kastell Hainhaus berichten Informationstafeln über das einstige Numeruskastell.